EU-Bildungsprojekt zu SDGs und Migration

Das Projekt

Start the Change! (STC) ist ein von der Europäischen Kommission kofinanziertes 3-jähriges globales Bildungsprojekt, das in den 12 Ländern Italien, Frankreich, Deutschland, Österreich, Spanien, Vereinigtes Königreich, Slowakei, Tschechien, Polen, Slowenien, Kroatien und Malta durchgeführt wird.

Ziel: Mit Hilfe moderner und innovativer Lehrmethoden möchten wir Lehrende und junge Menschen dazu motivieren, selbst aktiv zu werden und sich mit globalen Themen wie den Sustainable Development Goals (SDGs), Migration und sozialer Ungleichheit auseinanderzusetzten. So soll das Bildungsangebot innerhalb der 12 teilnehmenden europäischen Partnerländer langfristig verbessert und ein Beitrag zur Erfüllung der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung geleistet werden.

Link zur Projekt-Website


NEWS: Weiterbildung "Globale Nachhaltigkeitsziele (SDGs) und Migration" am 21. März und 9. Mai 2018

Globale Zusammenhänge durch moderne Erzählformen (be-)greifbar machen

Klimawandel, wachsende Ungleichheit und globale Migration – die Herausforderungen, denen sich die Welt gegenübersieht, sind vielschichtig und deswegen nicht immer einfach zu verstehen und für die Bildungsarbeit aufzuarbeiten. Im Rahmen des EU-Bildungsprojekts „Start the Change“ bietet kate hierzu die Weiterbildung „Globale Nachhaltigkeitsziele (SDGs) und Migration“ an.

Ziel der Weiterbildung ist es, Wissen zu den Sustainable Development Goals (SDGs), der Agenda 2030 und dem Zusammenhang mit globalen Migrationsbewegungen zu vermitteln. Verschiedene Referent*innen veranschaulichen kreative didaktische Methoden, Anwendungsbeispiele und Unterrichtsmaterialien, die Pädagog*innen dabei helfen, jungen Menschen den Themenkomplex SDGs und Migration verständlich und anschaulich nahe zu bringen. Die Inhalte der Weiterbildung bieten vielfältige Anknüpfungspunkte für die Unterrichtspraxis. Zudem werden zahlreiche zusätzliche Materialien, weiterführende Informationen und Unterrichtsbausteine zur Verfügung gestellt.

Die Weiterbildung richtet sich an Lehrer*innen und Bildungsreferent*innen, die mit Schüler*innen zwischen 15 bis 19 Jahren zusammenarbeiten. Die Weiterbildung findet an zwei Terminen statt, beide Einheiten bauen aufeinander auf.

Alle Informationen zur Weiterbildung finden Sie hier


Über das Projekt

Projektablauf – Jahr 1: Oktober 2017 bis September 2018

Ziel: Training der Pädagog*innen und Test/Evaluation der Lerneinheiten

  • März-Mai 2018 – Angebot von aufeinander aufbauenden Workshops für Pädagog*innen (s.o.)
  • März 2018 – August 2018: Selbstständige Erprobung der erarbeiteten Themen und Lehrkonzepte im Unterricht. Begleitung der Lehrer*innen durch einen Tutor, der ihnen unterstützend zur Seite steht.
  • September 2018: 6-tägiges Sommercamp auf Malta (davon 3 Tage Workshop). Ziel ist, dass die Lehrer*innen aus den 12 Partnerländern Erfahrungen austauschen. Pro Land können 3 Lehrer*innen (unter voller Übernahme der Kosten durch das Projekt) teilnehmen.

Projektablauf – Jahr 2+3: Oktober 2018 bis September 2020

Ziel: Training der (neuen) Lehrer*innen/Bildungsreferent*innen, Aktivierung der Jugendlichen, Netzwerkaufbau

  • Februar 2019 und 2020 – Angebot von Workshops für LehrerInnen/PädagogInnen
  • 2019: Sommercamp für Schüler*innen in Lampedusa
  • 2020: Sommercamp für Schüler*innen in Marokko
  • Große innereuropäisches Treffen für Schüler*innen, evtl. auch in Form eines Schüleraustauschs

Ausgewählte Projektaktivitäten (Stand Januar 2018)

  • Veranstaltung eines deutschlandweiten Kurzfilm-Wettbewerbs für Schüler*innen der am Projekt teilnehmenden Schulen/Klassen/Jugendgruppen: Auf Basis des im Unterricht oder in Jugendgruppen erarbeiteten Wissens aus dem Bereich Migration/SDGs werden die Schüler*innen aufgerufen, passend zum Thema einen eigenen Kurzfilm einzureichen. Die Gewinnergruppe erwarten tolle Preise.
  • Veranstaltung von Begegnungen zwischen Jugendlichen, Migranten/Flüchtlingen,  Unternehmensvertretern, Gewerkschaften, Sozialarbeitern u.ä.
  • Ziel: Aktivierung junger Leute, deren eigenen Ideen und Engagement fördern
  • Zusammenarbeit zwischen Jugendlichen und CSOs (Civil Society Organizations): z.B. aktuelle Probleme in der Stadt/Region/Gesellschaft im Kontext von Migration oder SDGs (z.B. Klimaschutz- und Klimawandel, Arbeitsbedingungen, Ungleichheiten, Integration) identifizieren und zusammen mit lokalen Organisation an einer Lösung arbeiten. Das können z.B. Maßnahmen zum Klimaschutz sein, Arbeit mit Migranten, Unterstützung von Initiativen für faire Löhne in Herkunftsländern, Aufklärungskampagnen etc.
  • Ziel: Zusammenarbeit zwischen jungen Menschen und zivilgesellschaftlichen Organisationen (NGOs, Verbände, Stiftungen, Bürgerinitiativen) fördern und stärken          

Weitere Informationen

Infos für Lehrer*innen und Bildungsreferent*innen

  • Die teilnehmenden Lehrer*innen/Referent*innen können selbst wählen, ob sie nur in einem Jahr am Projekt teilnehmen oder alle drei Jahre.
  • Wie die Lehrer*innen/Referent*innen die Kernthemen des Projekts im Unterricht umsetzten, d.h. z.B. in welcher Form, in welchem Umfang und mit welchen Schwerpunkten, können sie selbst individuell entscheiden. Im Zuge der Lehrerworkshops werden mögliche Unterrichtsvorlagen und –methoden ausgearbeitet, die verwendet werden können.
  • Lehrer*innen können individuelle Schwerpunkte setzen und bestimmte Themen aufgreifen. So kann man beispielsweise in Geografie das Thema Klimawandel als Fluchtursache vertiefen oder in Wirtschaft/Gemeinschaftskunde (un-)nachhaltige Produktionsmuster/(un-)faire Löhne u.ä. als Migrationsgrund beleuchten.  Gleichzeitig kann im Deutschunterricht, in Religion, Ethik, Englisch, Geschichte oder Kunst auf bestimmte Facetten der Wechselbeziehungen zwischen SDGs, globaler Ungleichheit und Migration eingegangen werden (z.B. auch die Bedeutung von Bildung für alle, Kriege und Konflikte, Migrationsströme, Vertreibung, Diskriminierung von Frauen/Minderheiten usw.).