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Umweltministerin Bärbel Höhn und Präses Buß starten Pilotprojekt

Iserlohn 30.04.04

Auf einer festlichen Auftaktveranstaltung am Freitag 30. April 04...

... in der Erlöserkirchengemeinde in Iserlohn gaben vor über 200 Teilnehmern Umweltministerin Bärbel Höhn und der Präses der Evangelischen Kirche von Westfalen den offiziellen Startschuss für das Modellprojekt „Der grüne Hahn – Kirchliches Umweltmanagement“. Erstmals in NRW testen kirchliche Einrichtungen den Aufbau eines Managementsystems nach der EU-Öko-Audit-Verordnung. Gute Erfahrungen mit dem „Grünen Gockel“ konnten bereits zahlreiche Kirchengemeinden in Bayern und Württemberg sammeln.
In dem vom Umweltreferat der EKvW entwickelten und durchgeführten Modellprojekt nehmen 14 Kirchengemeinden, die landeskirchlichen Tagungsstätten Haus Ortlohn und Haus Villigst und die kreiskirchliche Verwaltung Iserlohn teil. Bei erfolgreichem Projektverlauf soll die Umsetzung allen kirchlichen Einrichtungen der Evangelischen Kirche von Westfalen empfohlen werden.

In größeren Industrie- und Dienstleistungsbetrieben hat Umweltmanagement bereits zur kontinuierlichen Verbesserung des Umweltschutzes, zu Energieeinsparung und Senkung des Wasserverbrauchs geführt. Nun soll dieses freiwillige Instrument be-trieblichen Umweltschutzes auch in kirchlichen Einrichtungen Einzug halten. Der oft mühsame Weg vom Reden zum Tun – vielfach die Pioniertat umweltengagierter Ein-zelner – wird durch das Managementsystem systematisch und für die Öffentlichkeit nachprüfbar vorangetrieben. Viele Menschen – auch aus dem Umfeld kirchlicher Ein-richtungen – werden motiviert, sich an seiner Umsetzung zu beteiligen.
Erste Projekterfahrungen bestätigen, dass dies nicht nur „graue Theorie“ ist. Das Pilotprojekt wurde bereits von ehren- und hauptamtlich Mitarbeitenden sehr positiv auf-genommen. Auch erste Umsetzungserfolge sind bereits zu verzeichnen. Das Ta-gungszentrum Haus Ortlohn setzt nur noch biofairen Kaffee ein.
Außerdem wird bereits sichtbar, dass es gelingt, Menschen, die z.T. auch der Kirche ferner standen, einzubinden. Die Möglichkeit, persönliche Kompetenz und Freude an einem sinnvollen, gemeinsamen Projekt einzubringen, schafft große Motivation.