Kirchliches Umweltmanagement in der Ev. Landeskirche Württemberg
Umweltaudit für Kirchengemeinden: Ein Erfolgsmodell
Nach Ablauf einer dreijährigen Pilotphase, in der bereits elf der 30 Pilotgemeinden nach EMAS zertifiziert wurden, hat die Landessynode einstimmig die flächendeckende Einführung empfohlen. Bis zum Jahre 2010 sollen möglichst alle 1500 Kirchengemeinden das Umweltmanagement einführen.
Das Erfolgsgeheimnis der Ev. Landeskirche Württemberg ist das Multiplikatorenmodell, bei dem ehrenamtliche UmweltauditorInnen die Kirchengemeinden bei der Einführung des Umweltaudits beraten. Frauen und Männer haben zu diesem Zweck eine eigens konzipierte Ausbildung „Kirchliche UmweltauditorInnen“ absolviert und die Nachfrage nach weiteren Kursen ist groß. Theorie und Praxis laufen parallel. Bereits während der Ausbildung betreuen die Teilnehmenden eine Kirchengemeinde. Die Kurse werden von der Ev. Jugend auf dem Lande (ejl) durchgeführt.
Es zeigte sich, dass EMAS für Kirchengemeinden ein sehr sinnvolles und attraktives Instrument ist, aber aufwändige Dokumentationspflicht voraussetzt und hohe Gutachter- und Registrierungskosten verursacht. Da das Ziel aber die Verbreitung des Umweltaudits in der Fläche (bei über 1.400 Kirchengemeinden der Landeskirche) ist, wird ein wirkungsvolles, aber schlankes und preiswertes System gebraucht. So wurde der Grüne Gockel geboren.
Die vier wesentlichen Kennzeichen des Grünen Gockels
- Er enthält alle inhaltlichen Elemente von EMAS
- Er hat diese aber auf die Belange von Kirchengemeinden und dem Ehrenamt speziell ausformuliert und unterstützt bei der Einführung des Umweltmanagements durch einen konkreten Fahrplan und viele Materialien.
- Er basiert auf der Betreuung der Kirchengemeinden durch die Kirchlichen UmweltauditorInnen
- Die Begutachtung der Kirchengemeinden erfolgt in der Regel durch Kirchliche UmweltgutachterInnen, mit deren Ausbildung begonnen wurde