deutsch

Referenten und Akteure beim Zukunftskongress

DER VERANSTALTUNGSORT

Das historische Gebäude des Evangelischen Oberkirchenrats liegt im Herzen von Karlsruhe. Seine vielfältigen Räumlichkeiten sind die ideale Voraussetzung für die Gruppenarbeit der Zukunftswerkstatt.

 

Eine ganz besondere Atmosphäre bietet der Lichthof durch seine außergewöhnliche Architektur. Hier trifft sich das Plenum.

 

DIE REFERENTEN

Dr. Angelika Zahrnt
Ehrenvorsitzende des BUND und Mitinitiatorin der Studie "Zukunftsfähiges Deutschland in einer globalisierten Welt", Mitglied des Rats für Nachhaltige Entwicklung der Bundesregierung.

Im Oktober 2008 erscheint die Studie "Zukunftsfähiges Deutschland in einer globalisierten Welt". Sie wurde im Auftrag von Brot für die Welt, dem Evangelischen Entwicklungsdienst und dem BUND vom Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie erstellt.

Die Vorgängerstudie "Zukunftsfähiges Deutschland" erschien 1996 und setzte maßgebliche Impulse für die Nachhaltigkeitsdebatte in Deutschland. Sie wurde 1998 in der 5. Auflage veröffentlicht, in 4 Sprachen übersetzt, 30.000 Mal verkauft und ihre Botschaften auf über 1.000 Veranstaltungen intensiv diskutiert.

12 Jahre später haben sich die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen stark verändert. Dies ist der Grund, warum die Herausgeber eine zweite Studie in Auftrag gegeben haben.

Im Jahr 2008 ist im Gegensatz zum Jahr 1996 der Begriff Nachhaltigkeit in Deutschland Allgemeingut geworden. In vielen Gesellschaftsschichten wird mit unterschiedlichen Interessen und sachlicher Fundierung Nachhaltigkeit diskutiert. Es gibt kaum ein größeres Unternehmen, das nicht den Begriff "Nachhaltigkeit" im Marketing nutzt. Nachhaltigkeit ist irgendwie chic, sie ist "in" geworden, in der Gesellschaft angekommen; zumindest die Form von Nachhaltigkeit, die in gewohnte Lebensformen gut hineinpasst und integrierbar ist.

Einen Tag vor der offiziellen Vorstellung präsentiert Frau Dr. Zahrnt am Freitag, den 24.10.2008, die Ergebnisse der neuen Studie und wird dabei besonders auf die Rolle der Kirchen eingehen.
Am gleichen Abend noch reist Frau Dr. Zahrnt weiter - zur offiziellen Vorstellung in der Ev. Akademie Villigst am Samstag.

 

Heinz-Werner Engel
International tätiger Umweltberater, Geschäftsführer von Ecoconseil Entreprise (Brüssel) und Entwickler von ecomapping und EMAS easy.

Das Europäische Öko-Audit EMAS ist nicht nur die Grundlage für das Kirchliche Umweltmanagementystem Grüner Gockel/Grüner Hahn, sondern auch für andere Weiterentwicklungen, z.B. ecomapping und EMAS easy. Es handelt sich um Anpassungen, die den unterschiedlichen Bedürfnissen und Möglichkeiten kleinerer Betriebe oder Einrichtungen Rechnung tragen. Weiterhin werden derzeit die Weichen für EMAS III gestellt.

EMAS soll europäischer Standard für innovative, engagierte und nachhaltig wirtschaftende Firmen sein. Verantwortungsvoller Umgang mit den natürlichen Ressourcen, mit Mensch und Umwelt stehen im Mittelpunkt. Viele kleine Firmen und Organisationen haben jedoch Schwierigkeiten, eine EU Auszeichnung zu bekommen - zu kompliziert, zu arbeitsaufwendig, zu teuer und zu bürokratisch. EMAS als effizientes Werkzeug der Kommunikation und des Wirtschaftens ist für sie unerschwinglich. EMAS III will da eingreifen - mit neuen, schlanken Ansätzen.

Am Samstag, den 25.10.2008, stellt Heinz-Werner Engel "Konzepte für morgen" vor: Grüner Gockel/Grüner Hahn, EMAS easy und mehr...

 

Jürgen Maier
Geschäftsführer des Forums Umwelt und Entwicklung (Berlin)

Das Forum Umwelt & Entwicklung wurde 1992 nach der UN-Konferenz für Umwelt und Entwicklung gegründet und koordiniert die Aktivitäten deutscher Nichtregierungsorganisationen in internationalen Politikprozessen zu nachhaltiger Entwicklung. Rechtsträger ist der Deutsche Naturschutzring, Dachverband der deutschen Natur- und Umweltschutzverbände (DNR) e.V.

Jürgen Maier wird am Samstag, den 25.10.2008, Fragen nach den politischen Herausforderungen an den Grenzen des wirtschaftlischen Wachstums aufwerfen: "Wenn alle Chinesen ein Auto hätten..."

 

DIE TALKRUNDE
Was kann durch kirchliches Umweltmanagement erreicht werden?

Bernhard Bauer
(Ministerialdirektor UM Baden-Württemberg)

 

Dr. Helge Wulsdorf
(Bank für Kirche und Caritas)

 

Pfarrerin Ulrike Krumm
(Luthergemeinde Karlsruhe)

 

Edmund Gumpert
(Diözese Würzburg)

 

Dr. Andre Witthöft-Mühlmann
(Ev. Landeskirche Baden)

 

DIE MUSIKER

Am Freitag Abend freuen wir uns ganz besonders auf Musik von "Duo Porto La Plata", zwei Musikern der Formation "Grupo Sal":
Aníbal Civilotti (Argentinien)Gesang, git., perc.
Fernando Dias Costa (Portugal): Gesang, perc.

 

Die Auflehnung der Würde des Menschen gegen Willkür und Unrecht, die geheimnisvolle Magie der Liebe, die tiefsten Sehnsüchte der Seele, - gegossen in den schönsten, frechsten und spannensten Liedern und Balladen der lateinamerikanischen und iberischen Musik - erklingen in den Interpretationen dieses Duos.

Welch unterschiedliche Athmosphären, besungen mit
- der leidenschaftlichen Wucht der Tangos und Milongas
- der ewigen Melancholie der Boleros
- der zerstreuten Leichtigkeit der brasilianischen Bossas und Sambas
- dem perkussiven Pulsschlag der Candombes
- der hektischen Lebendigkeit der Merengues und Cumbias
- der erdigen Ernsthaftigkeit der argentinischen Zambas
- der karibischen Heiterkeit der Sones und Guaguancós
- dem neurotischen Verlangen der peruanischen Walserchen
- der legendären Sehnsucht des portugiesischen Fado

 

Die Vitalität und Aktualität der sozialkritischen Texte, sowie die Dichte und Schönheit der Poesie, die den Liedern innewohnt, werden in die deutsche Sprache übertragen, die Zwischenzeilen beleuchtet, die Hintergründe erklärt, die lyrischen Passagen übersetzt, und all dies mit Humor und mit Witz...

 

DER ÖKUMENISCHE ABSCHLUSSGOTTESDIENST...

... findet am Samstag um 17:00 Uhr in der Evangelischen Stadtkirche Karlsruhe statt. Er wird gemeinsam gehalten von:

 

Dr. Ulrich Fischer
Landesbischof der Evangelischen Landeskirche in Baden

 

Dr. Bernd Uhl
Weihbischof, Erzdiözese Freiburg, Vorsitzender der Arbeitsgruppe für ökologische Fragen der Kommission für gesellschaftliche und soziale Fragen der Deutschen Bischofskonferenz

 


Der Zukunftskongress Kirchliches Umweltmanagement wird unterstützt von: