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Fachgespräch Kirchliches Energiemanagement

Kirchliches Energiemanagement
Ergebnisse des KirUm-Workshops am 22. April 2008 in Karlsruhe

Energieeffizienz ist ein aktuelles Schlagwort bei der Erreichung der nationalen Klimaschutzziele. Energiemanagement ist hierbei ein Weg, die Potentiale zu erkennen und langfristig zu realisieren. Es entwickelt sich zu einem zentralen Baustein im Rahmen der Beratung von Kirchengemeinden und kirchlichen Einrichtungen, um gleichzeitig die steigenden Energiekosten zu reduzieren.

Umweltmanagement ist in einigen Diözesen und Landeskirchen seit Jahren ein bewährtes Element, um über die Energieeffizienz hinaus einen ganzheitlichen Umweltschutz aufzubauen. Energiemanagement wird hier zunehmend als sinnvolle Ergänzung erkannt, um die Verantwortlichen vor Ort zu sensibilisieren. In anderen Landeskirchen und Diözesen wiederum stellt das Energiemanagement das einzige zentrale Beratungsangebot dar. In beiden Fällen wird die Erfassung der Energieverbräuche häufig gekoppelt mit einem zentralen Gebäudekataster.

Der KirUm-Workshop bot die Möglichkeit, die unterschiedlichen Ansätze zu vergleichen, Erfolge und Hindernisse zu benennen und die zentralen Elemente aller Energiemanagementsysteme herauszuarbeiten. Daraus wurden Empfehlungen für Entscheidungsträger abgeleitet, die diese in die Lage versetzen, die Einführung von Energiemanagement voranzutreiben.

Zunächst wurde jedoch auf die die Potenziale, Voraussetzungen und Elemente für Kirchliches Energiemanagement eingegangen. Grundsätzlich gilt Folgendes:
· Der Einsatz von erneuerbaren Energien ist nur in Verbindung mit der Erhöhung der Energieeffizienz sinnvoll.
· Auch bei Einsatz verbesserter Haustechnik muss die Verbrauchskontrolle gewährleistet sein, sonst steigt der Verbrauch wieder an.
· Bei der Umsetzung des Energiemanagements ist die Kommunikation ist das zentrale Element.

Nach der Vorstellung der unterschiedlichen Modelle und Ansätze sowie der bisherigen KirUm-Standards wurden Empfehlungen und Perspektiven für Kirchliches Energiemanagement erarbeitet. Als Mindestanforderungen, an ein effektives System zur Reduktion des Energieverbrauchs in kirchlichen Gebäuden müssen folgende Elemente enthalten sein:
· Beschluss
· Verbrauchserhebungen
· Maßnahmenbündel
· Controlling

Die Einrichtung eines Energiemanagements mit entsprechender Verantwortungsstruktur erfordert mehr Aufwand und braucht daher Begleitung. Sie ist allerdings die Voraussetzung für einen dauerhaften Erfolg. Die Leitungsebene (Landeskirche/Diözese) muss für die Einrichtung einer Koordinationsstelle sorgen, die haupt- und ehrenamtlichen Akteure in den Kirchen- bzw. Pfarrgemeinden sind für die Ausführung vor Ort zuständig.

Die Ergebnisse des Workshops können Sie im Detail in der KirUm-Dokumentation Kirchliches Energiemanagement nachlesen (pdf, 732KB).

Kontakt:
Ute Timmermann, E-Mail: kirum@kate-stuttgart.org
Daniela Kirchner, E-Mail: teamassistenz@kate-stuttgart.org






ANMERKUNG: Bis eine gedruckte Version der Dokumentation vorliegt, wird es noch einige Wochen dauern. Daher, falls Sie sich die Dokumentation selbst ausdrucken möchten, folgende Hinweise: · Das Dokument ist im DIN A5 – Format! Falls sie es also ausdrucken möchten, wählen Sie am besten die Option „2 Seiten pro Blatt“. · Unser Tipp: Wenn Sie jedes Blatt nur einseitig bedrucken, können sie die Blätter anschließend einzeln (!) in der Mitte falten und dann hintereinander an der offenen Seite zusammenheften. So erhalten Sie eine handliche Broschüre… In diesem Sinne: Viel Spaß beim Basteln!